Hasenpest breitet sich aus

Hasenpest breitet sich aus

Hasenpest ist auf dem Vormarsch

In Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz ist in den vergangenen Monaten bei Feldhasen „Tularämie“ (Hasenpest) festgestellt worden. Auch in Niedersachsen gab es 2014 Einzelnachweise. Für den Zoonoseerreger sind auch Menschen und andere Säuger empfänglich. Die Erkrankung ähnelt der Pest und ist in Deutschland meldepflichtig.

Hauptträger des Erregers sind Hasen und Wildkaninchen, aber auch Mäuse, Ratten und andere Nager sowie Zecken, Läuse und Flöhe können den Erreger in sich tragen.

Da auch eine Übertragung auf andere Tiere oder den Menschen möglich ist, sind von den Behörden Verhaltensregeln veröffentlicht worden. Wilde Tiere, die ungewöhnlicherweise kein Fluchtverhalten aufweisen, vielmehr apathisch die Nähe zum Menschen zulassen, darf man keinesfalls anfassen. Auch sollte man vermeiden, dass Hunde mit erkrankten Tieren in Kontakt kommen.
Der Mensch infiziert sich vorwiegend durch direkten Kontakt mit kranken Tieren oder mit deren Organen. Die Inkubationszeit beträgt drei bis fünf Tage. Die Erkrankung beginnt meist mit einem Geschwür an der Eintrittsstelle des Erregers und einer Schwellung der lokalen Lymphknoten und/oder mit abrupt einsetzendem hohen Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen und Erschöpfungszuständen. Tularämie lässt sich mit Antibiotika behandeln, die Heilungschancen sind sehr gut. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch komme praktisch nicht vor.
Hunde können, wenn wahrscheinlich auch nur selten, ebenfalls infiziert werden und erkranken. In diesen Fällen können sie durchaus eine Infektionsquelle für den Menschen darstellen. Dennoch ist die Übertragung auf den Menschen selten und kann behandelt werden. Auch Hunde können therapiert werden, ist aber wegen der Übertragungsgefahr auf den Menschen umstritten.  
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